Skimmerbecken sind die am häufigsten verbreitete Beckenart. Skimmerbecken sind eine platzsparende, technisch einfache und kostengünstige Lösung. Sie ist aufgrund der hydraulischen Gegebenheiten nur noch im Privatbereich zulässig. Auf Attraktionen und Zusatzausstattungen muss nicht verzichtet werden. Die Beckendurchströmung erfolgt horizontal. Über den oder die Skimmer wird das Beckenwasser abgesaugt und der Wasseraufbereitung zugeführt. Ein Nachteil der Skimmerbecken: Durch den tiefer liegenden Wasserspiegel entsteht an der Wasserlinie ein Schmutzrand.

Im Gegensatz zu Skimmerbecken läuft bei dieser Beckenkonstruktion das Oberflächenwasser über eine Überlaufkante ab. Optimal ist eine 4-seitige Überlaufrinne. Aber auch 1 bis 3-seitiger Überlaufrinne sind möglich, wenn es räumlich notwendig oder aus architektonischer Sicht sinnvoll ist. Die Überlaufkante hat die Funktion eines Streichwehrs zur gleichmäßigen Ableitung des Oberflächenwassers. Dadurch entwickelt sich nur eine geringe bzw. fast keine Wellenreflexion.  Der Wasserspiegel befindet sich in Höhe der Überlaufkante der Rinne, wodurch i. d. R. der Blick des Badenden über den Beckenumgang hinaus geht und er nicht gegen eine „Wand“ blickt. Das Wasser sollte möglichst gleichmäßig überlaufen, was eine exakte Nivellierung von ± 2 mm auf der gesamten Länge der Rinne erforderlich macht. Dies ist extrem gering, aber die Physik lässt keine größeren Abweichungen zu. Je größer die Abweichung der Überlaufkante ist, desto größer ist das Schwallwasservolumen, welches einseitig abfließt und damit unnütz umgewälzt wird, während andere Bereiche verspätet und langsamer abfließen.

Sie möchten ein Schwimmbecken in Ihrem Garten das anders ist als alles was Sie bisher gesehen haben? Sie möchten Exklusivität, Stil und Ästhetik mit einem extravaganten, atemberaubenden Design vereinen? - Dann sollten Sie die Wände des Pools entfernen und in die Unendlichkeit blicken.

Das erreichen Sie mit einem Infinity-Pool. Sie vermitteln den Eindruck, das auf einer Seite des Beckens keine Grenze zum dahinter liegenden Raum besteht. Die Oberfläche des Wassers scheint sich bis ins unendliche in den Himmel zu ziehen und frei im Raum zu schweben. Der Rand des Schwimmbades ist nicht über der Wasserlinie zu sehen – so entsteht das Gefühl das dieser überhaupt nicht vorhanden ist.

Infinity-Pools werden so aufgestellt, dass der Standort den Effekt der freien Wasserlinie verstärkt. Etwa am Hang eines Berges, mit Blick zum Meer oder eines Sees. Dann verschmilzt die Wasserlinie vollständig mit dem Blau des Himmels oder dem Wassers des Meeres oder Sees und erzeugt so ein atemberaubendes Gefühl der Freiheit und der Unendlichkeit.

Natürlich ist dieses „Begrenzungsfreie“ nur eine Illusion. Infinity-Pools erzeugen ihren atemberaubenden Effekt dadurch, dass das Wasser durch den Speziell konstruierten Pool an den Wänden umgeleitet wird, so entsteht für den Schwimmer der Eindruck er sehe in die Unendlichkeit. An der Wand des Infinity-Pools an dem der Effekt erzeugt wird, fließt das Wasser über die Kante des Beckens in eine Auffangvorrichtung darunter. Das überlaufende Wasser wird schließlich gefiltert und wieder in das Schwimmbecken zurück geführt, so dass der Kreislauf wieder geschlossen ist.

Dieses Konzept wurde bereits vor Jahrhunderten in den Schlossparks der europäischen Königshäuser angewendet. Heute ist es vor allem in Luxushotels auf der ganzen Welt zu sehen. Doch auch in Ihrem privaten Schwimmbad kann ein Infinity-Pool als überaus exklusives und sehr elegantes Konzept überzeugen.

Nicht jeder Schwimmbadbauer hat die Erfahrung und das Know-How zum Bau dieser Art von Schwimmbecken. Der Aufbau muss extrem präzise erfolgen, da der Beckenrand nur einen Bruchteil eines Zentimeter unterhalb der Wasserline liegen darf. Daher sollte diese Schwimmbeckenart nur von einem Schwimmbadbauexperten erfolgen.

 

Drinnen oder Draußen?

Hallenbad oder Freibad? Diese Entscheidung liegt zu meist an den Budgetvorstellungen. Ein Hallenbad erfordert neben den Anforderungen an das Schwimmbecken weitere Bauphysikalische Vorraussetzungen, die es einzuhalten gilt. Das Bauwerk in dem sich das Schwimmbecken etc. befindet, muss gegen den anstehenden Wasserdampf geschützt werden. Dies wird mittels einer Dampfsperre erreicht, welche zugleich eine Isolierung darstellt. Da in einem Hallenbad eine erhöhte Temperatur und Luftfeuchte herrscht, muss das Raumklima durch eine Luftaufbereitung auf konstante Werte für Temperatur und rel. Luftfeuchte geregelt werden.

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