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1.    Planungsgrundlagen

Die Schwimmbadtechnik ist ein Spezialgebiet, in dem es, verglichen z. B. mit den Gewerken Heizung und Sanitär, nur wenige Informationen in den technischen Regelwerken gibt. Die ständig steigenden Qualitätsanforderungen stellen immer stärker die Ausbildung der ausführenden Fachhandwerker/Schwimmbadbauer, die Vermittlung von Fachwissen und die Erklärung von komplexen Zusammenhängen in den Vordergrund.

Dem Architekten und vor allem auch dem Fachplaner soll es, gemeinsam mit einem sopra-­Partner, ermöglicht werden, durch die Darstellung der Grundlagen eine einwandfreie Schwimmbadanlage zu erstellen.  So ist bei genauer Betrachtung das Schwimmbad eine Baumaßnahme, die sich völlig von den Gewerken des Heizungs- und Sanitärhandwerks unterscheidet. Diese Andersartigkeit und das Grundwissen um die komplexen Zusammenhänge werden leider oft sehr spät durch schlechte Erfahrungen erworben.

Deshalb ist es wichtig, den Planern und Architekten technische Zusammenhänge dieser komplizierten Anlagentechnik näher zu bringen.

Nachstehend präsentieren wir Ihnen eine kleinen Auszug, aus den für Architekten und Planer bestimmten Architektenordner.

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1.1        Allgemeines, Wasserkreislauf

Ein Schwimmbad stellt mit der Wasseraufbereitungsanlage und den Rohrleitungen ein Kreislaufsystem dar. Die in das Schwimmbecken gelangenden Verunreinigungen werden fortlaufend ausgetragen. Gleichzeitig wird Desinfektionsmittel in ausreichender und bedarfsabhängiger Konzentration im Schwimmbecken  gleichmäßig verteilt.

Um die in das Schwimmbecken eingetragenen Belastungsstoffe schnellstmöglich zu entfernen sowie das aufbereitete Wasser schnell und gleichmäßig im Becken zu verteilen, ist die Beckenhydraulik und die Wasseraufbereitung sorgfältig auszulegen und dadurch die sachgemäße Betriebsweise aus hygienischer Sicht sicherzustellen.

Man unterscheidet zwischen Becken mit tief- und hoch liegendem Wasserspiegel.

Becken mit tief liegendem Wasserspiegel werden als Skimmerbecken bezeichnet und benötigen einen oder mehrere Oberflächenabsauger, die die Wasserfläche reinigen. In der Regel befinden sich diese ca. 15 – 20 cm unterhalb des fertigen Beckenumganges. Skimmerbecken dürfen nur in privaten Schwimmbädern eingesetzt werden.

Ein Schwimmbecken mit hoch liegendem Wasserspiegel hat im Idealfall eine rundumlaufende Überlaufrinne, die höhengleich mit dem Beckenumgang endet. Der Vorteil dieser Konstruktion ist eine gleichmäßige Reinigung der Wasserfläche, sozusagen rundum, und die vorteilhafte Optik. Bei einem Pool mit einer ein- oder mehrseitigen Überlaufkante funktioniert diese ähnlich wie eine Überlaufrinne. Das Wasser fließt aber in einem um das Becken angelegten Ablaufkanal. Darüber hinaus können Schwimmbäder auch mit einer tief liegenden Überlaufrinne ausgeführt werden (mehr hierzu unter Infinity-/ZeroEdge-Pool).  Die Überlaufrinnentechnik benötigt zu der Ablaufrinne einen zusätzlichen Überlaufsammelbehälter, eine Rinnentanksteuerung und einen automatischen Frischwasserzulauf.

Sonderform der Überlaufbecken: Infinity- und ZeroEdge-Pool

Infinity-Pools:

Sie möchten ein Schwimmbecken in Ihrem Garten das anders ist als alles was Sie bisher gesehen haben? Sie möchten Exklusivität, Still und Ästhetik mit einem extravagantem atemberaubendem Design vereinen? - Dann sollten Sie die Wände des Pools entfernen und in die Unendlichkeit blicken.

Das erreichen Sie mit einem Infinity-Pool. Sie vermitteln den Eindruck dass auf einer Seite des Beckens keine Grenze zum dahinter liegenden Raum besteht. Die Oberfläche des Wassers scheint sich bis ins unendliche in den Himmel zu ziehen und frei im Raum zu schweben. Der Rand des Schwimmbades ist nicht über der Wasserlinie zu sehen – so entsteht das Gefühl das diese überhaupt nicht vorhanden ist.

Infinity-Pools werden so aufgestellt, dass der Standort den Effekt der freien Wasserlinie verstärkt. Etwa am Hang eines Berges, mit Blick zum Meer oder eines Sees. Dann verschmilzt die Wasserlinie vollständig mit dem Blau des Himmels oder dem Wassers des Meeres oder Sees und erzeugt so ein Atemberaubendes Gefühl der Freiheit und der Unendlichkeit.

Natürlich ist dieses „Begrenzungsfreie“ nur eine Illusion. Infinity-Pools erzeugen ihren atemberaubenden Effekt dadurch, dass das Wasser durch den Speziell konstruierten Pool an den Wänden umgeleitet wird, so entsteht für den Schwimmer der Eindruck er sehe in die Unendlichkeit. An der Wand des Infinity-Pools an dem der Effekt erzeugt wird, fließt das Wasser über die Kante des Beckens in eine Auffangvorrichtung darunter. Dies geschieht in einer so dünnen und glatten weise, dass der Schwimmer dies nicht wahrnimmt.  Das überlaufende Wasser wird schließlich gefiltert und wieder in das Schwimmbecken zurück geführt, so dass der Kreislauf wieder geschlossen ist.

Dieses Konzept wurde bereits vor Jahrhunderten in den Schlossparks der europäischen Königshäuser angewendet. Heute ist es vor allem in Luxushotels auf der ganzen Welt zu sehen. Doch auch in Ihrem privaten Schwimmbad kann ein Infinity-Pool als überaus exklusives und sehr elegantes Konzept überzeugen.

Nicht jeder Schwimmbadbauer hat die Erfahrung und das Know-How zum Bau dieser Art von Schwimmbecken. Der Aufbau muss extrem präzise erfolgen, da der Beckenrand nur einen Bruchteil eines Zentimeter unterhalb der Wasserline liegen darf. Daher sollte diese Schwimmbeckenart nur von einem Schwimmbadbauexperten erfolgen. 

ZeroEdge-Pools:

Unter den Luxus Pools ist der ZeroEdge-Pool der seltenste und eleganteste. Während bei einem klassischen Becken mit Überlaufrinne das Wasser ebenerdig über alle Seiten schwappt, fliest es bei einem ZeroEdge-Pool über zwei,drei oder vier Seiten in eine speziell ausgeführte, tiefer liegende Rinne. Dort wird es aufgefangen gereinigt und wieder dem Becken zugeführt. Das Aussehen eines ZeroEdge-Pools wird oft als Spiegelartig bezeichnet. Daher werden Sie auch Mirror-Pools (Spiegelpool) genannt.

Bei den meisten anderen Becken ist die Oberfläche fast ständig in Bewegung. Wellen prallen ineinander und verstärken sich gegenseitig.In einem ZeroEdge-Pool läuft das Wasser in einer Dünnen Schicht über die Kanten. Da das Wasser durch nichts begrenzt ist können Strömungen und Wellen nicht lange anhalten. Das Ergebnis ist eine glatte, reflektierende Oberfläche die eine Atmosphäre der Ruhe und Eleganz ausstrahlt. Durch diese Eigenschaften kann ein ZeroEdge-Pool wie kein anderer auf die ihn umgebende Architektur und Landschaft Einfluss ausüben.

Der Einbau von Wasserattraktionen in einem ZeroEdge-Pool sollte gut überdacht werden, da sie die Ruhe und Eleganz der Wasserfläche des Beckens nachteilig verändern können. Förderlich für das Reflexionsvermögen ist es, den Pool mit einem glatten, dunklen Material zu fertigen.

Der Bau eines ZeroEdge-Pools ist noch anspruchsvoller als der eines Infinity-Pools. Der Rand des Beckens muss auf einem Pegel liegen der die gleichmäßige Strömung für die gesamte Wasseroberfläche erreicht. Die Toleranzen bei einem solchen Becken liegen unter einem Millimeter. Nur absolute Schwimmbadbauexperten sind in der Lage diese Art von Pools zu bauen. Darüber hinaus ist eine sehr hochwerte Technik notwendig, die hinter den Kulissen für den richtigen Umgang mit dem überlaufenden Wasser regelt. Um das Wasser aufzufangen ist eine Rinne um den Umfang des Beckens montiert. Die Rinne muss in der richtigen Größe, Form und Neigung angebracht sein um das Wasser in einem Vorratsdank für eine eventuelle Rückführung zu leiten. Das System hat so zu funktionieren dass das Wasser abfließen kann ohne das ein, durch das verdrängen der Luft, „Gurgeln“ entsteht, was für den Badespaß extrem störend wirken würde.

Der Belag des Beckenumganges (Deck), der an das Becken stößt, kann nicht bis an die äußere Beckenwand geführt werden, da dem Wasser das Überlaufen in die Rinne ermöglicht werden muß. Der Schlitz zwischen Beckenrand und Deck sollte nicht so breit sein, das eine Person versehentlich mit dem Fuß in den Schlitz treten kann, 25mm ist in der Regel das Maximum. Einige Poolbesitzer bevorzugen einen viel schmaleren Schlitz, der für ein sauberes Erscheinungsbild sorgt. Hierbei ist jedoch zu beachten, das ein erhöhter Wasseraustrag entstehen kann. Wie ein Infinity-Pool könnte ein ZeroEdge-Pool auf abschüssigem Gelände gebaut werden, so das die Illusion entsteht, sie würden mit dem Himmel oder mit einem benachbarten Gewässer verschmelzen. Mit dieser Art der Anordnung würde der Pool wahrscheinlich nicht vollständig von einem Deck umgeben sein.

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1.2        Private Schwimmbäder

Als Privatschwimmbäder versteht man solche Frei- und Hallenbäder, die von folgenden Personen benutzt werden:

• Besitzer

• Familienangehörigen

Für den Bau eines privaten Schwimmbades gibt es offiziell keine einheitlichen oder verbindlichen Vorgaben. Die Richtlinien des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness (bsw) und die einschlägigen DIN-Normen können jedoch als Grundlage für den Bau herangezogen werden. Auch sollte bei der Planung und beim Bau ein gewisses technisches Niveau eingehalten werden. Freibäder innerhalb der Bebauungslinie, mit einem Wasservolumen unter 100 m3 und einem Mindestabstand von 3 m zur Grundstücksgrenze bedürfen in der Regel und in den meisten Bundesländern keiner Baugenehmigung. Dies sollten Sie jedoch bei Ihrer zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung prüfen. Das Beckenwasser hat den allgemeinen gültigen Anforderungen der Hygiene zu entsprechen und soll für den Benutzer brillant, ästhetisch und zum Schwimmen einladend sein. Es darf auch bei gelegentlich stärkerer Benutzung und höherer Belastung durch Umgebungseinflüsse keine bleibende Anreicherung von Belastungsstoffen geben.

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1.3        Standortfaktoren Freibad

Standort und Ausstattung eines Freibades richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und sollten architektonisch dem Garten und Stil des Hauses angepasst werden. Der Standort nimmt wesentlichen Einfluss auf Kosten für die Beheizung, Beckenreinigung und der Badebeckenwasseraufbereitung. Folgende Faktoren sollten berücksichtigt werden:

Entfernung zum Haus

Das Schwimmbad sollte möglichst in Haus- und Terrassennähe platziert werden. Die Vorteile sind ein guter Windschutz (bei richtiger Lage des Hauses), kurze und kostengünstige Versorgungs- und Entsorgungsleitungen, nahe Umkleidemöglichkeiten und damit kurze Wege für den Badenden.  

Eine Solaranlage zur Beheizung des Schwimmbades kann bei Bedarf auf dem Hausdach installiert, und die Wasseraufbereitung ggf. im Keller untergebracht werden.

Himmelsrichtung

Bei Freibädern ist die Beachtung der Himmelsrichtung von wesentlicher Bedeutung. Die Hauptwindrichtung sollte in Längsachse des Beckens liegen.  Die Wasserströmung sollte in Hauptwindrichtung liegen, da der Wind damit die Wasserströmung und Oberflächenreinigung unterstützt.

Wind- und Sichtschutz

Zu starker Wind muss verhindert bzw. abgeschirmt werden. Das Wasser kühlt, besonders nachts, durch die Verdunstung sehr stark ab. Darüber hinaus werden vermehrt Verunreinigungen, wie z. B. Blätter oder Insekten, in das Becken hineingetragen. 

Ein Sichtschutz dient als Abschirmung der Privatsphäre und gleichzeitig als Windschutz. Es eignen sich alle wetterbeständigen Hölzer oder korrosionsgeschützte Metallkonstruktionen. Der Sichtschutz ist so zu gestalten, dass eine Verschmutzung durch Blätter und Blütenstaub vermieden wird.

Bepflanzung

Rund um das Becken sollte auf laubabwerfende Gewächse verzichtet oder der Pool entsprechend geschützt werden, z. B. durch eine Überdachung.

Hohe Bepflanzung auf der Süd- und Westseite sollte möglichst vermieden werden, um die Sonneneinstrahlung und die damit verbundene kostenlose natürliche Erwärmung auszunutzen.

Beckeneinbau

Der Baugrund des Schwimmbeckens muss ausreichend tragfähig und setzungssicher sein. Jedes Schwimmbad erfordert zwingend eine betonierte Bodenplatte, welche ein Gewicht von ca. 1,5 t/m2 (Gewicht des Beckenkörpers und Wasserfüllung) tragen muss. Es ist der Grundwasserspiegel zu beachten, daher sollte Gründung und der Einbau des Schwimmbeckens oberhalb des Grundwasserspiegels erfolgen. Sollte dies nicht möglich sein, müssen entsprechende Sicherungsmaßnahmen vorgesehen werden. Das Becken sollte möglichst nicht in Geländevertiefungen eingebaut werden, da verschmutztes Oberflächenwasser (Regen, Tauwasser etc.) dann ungewollt in das Schwimmbecken gelangen kann. Der Beckenumgang sollte mit einem rutschhemmenden Belag von mind. 60 cm Breite versehen sein und zum Becken leicht ansteigen, damit Oberflächenwasser nicht ungehindert in das Freischwimmbecken gelangen kann. 

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1.4        Planungskriterien Hallenbad

Der Bau eines Hallenbades mit ganzjähriger Nutzung ist genehmigungspflichtig und bedarf der sorgfältigen Planung eines erfahrenen Fachunternehmens mit langjährigen Erfahrungen im Schwimmbadbau.

Bedingt durch die zu errichtende Bausubstanz mit erhöhten Anforderungen an die Wärmedämmung mit Dampfsperre und die Klimatisierung des Raumes ergeben sich oftmals Investitionskosten die 3- bis 5-mal höher liegen, als die eines komfortablen Freibades. Die Unterhaltungskosten einer Niedrigschwimmhalle sind, bei entsprechender Planung und Ausführung, jedoch nicht wesentlich höher als die eines Freibades.

Das Hallenbad als reines Sportbecken, wie es noch vor einigen Jahren üblich war, wird nicht mehr gewünscht. Eine Schwimmhalle wird heute als Kommunikationszentrum und teilweise als Wohnbereich angesehen und muss daher neue Anforderungen erfüllen. Eine sinnvolle Zuordnung zu den Funktionsräumen ist ebenso wichtig, wie die sinnvolle und optisch ansprechende Ausgestaltung des Raumes. In oder in unmittelbarer Nähe der Schwimmhalle sollten sich der Aufenthalts- und Umkleidebereich, Dusche und ein separates WC befinden. Häufig wird die Schwimmhalle mit einem Wellnessbereich (Sauna, Dampfbad, Infrarot Kabine, Solarium, Fitness etc.) kombiniert.  Tageslicht ist für das mentale Wohlbefinden beim Aufenthalt in der Halle sehr wichtig. Eine lichte Hallenhöhe von 2,60 m sollte nicht unterschritten werden. An eine Aufenthalts- und Liegefläche
(mind. 2,0 x 3,0 m) sollte ebenso gedacht werden, wie an einen umlaufenden Beckenumgang.

Folgende Klimawerte werden vom Menschen als behaglich empfunden:

• Wassertemperatur: 28 °C

• Raumtemperatur: 30 °C

• relative Luftfeuchtigkeit: 60 %

Die Lufttemperatur in der Schwimmhalle sollte aus energetischen Gründen 2 bis 3 °C höher liegen als die Wassertemperatur. Lediglich in Ruhezeiten und bei abgedecktem Becken kann die Raumtemperatur unter die der Wassertemperatur gefahren werden. Daher kommt auch im Hallenbad der Schwimmbadabdeckung eine zentrale Rolle zu. Sie trägt wesentlich zur Energieeinsparung bei.

Zur Vermeidung von Schäden an der Bausubstanz müssen Wände und Decke so aufgebaut sein, dass auch an den kältesten Tagen und Nächten die Taupunkttemperatur nicht unterschritten wird. Eine innen liegende Wärmedämmung mit Dampfsperre ist i.d.R. die beste Möglichkeit dem vorzubeugen und die Vorgaben der Energieeinsparverordnung einzuhalten.

Alle verwendeten Bauteile der Schwimmhalle müssen einen Nachweis nach DIN 4108 Teil 3 führen und damit für den Einsatz in einer Schwimmhalle zugelassen sein.  Die verwendeten Werkstoffe müssen feuchtigkeitsbeständig, hygienisch und leicht zu reinigen sein. Gipsbaustoffe sind nicht zulässig.

Der Anteil von Glasflächen sollte 50 % nicht übersteigen. Hoch wärmedämmendes Glas mit einem U-Wert von 0,9 bis 1,2 und eine optimal gedämmte Rahmenkonstruktion verhindern weitestgehend Kondenswasserbildung. Große Glasflächen müssen von unten mit warmer Luft vollflächig angeströmt werden.

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1.5        Anforderungen an den Technikraum

Die Lage und die Höhe des Technikraums muss geplant werden. Einen wesentlichen Einfluss hat hier die Art der Wasserführung. Bei Einsatz einer Überlaufrinne oder Überlaufkante ist ein Überlaufsammelbehälter erforderlich.

Die Wasseraufbereitungstechnik sollte so nah wie möglich am Becken in einem gut zugänglichen Raum untergebracht und gegen Feuchtigkeit und Frost geschützt werden. Soll die Technik in einem unterirdischen Schacht installiert werden, so ist dieser zur Begehung für Bauherrn und Kundendiensttechniker mit einem ausreichend großen Einstieg zu versehen.

Bei unmittelbarer Nähe von Wohnräumen muss der Schallschutz besonders beachtet werden. Unterzubringen sind Filter, Umwälzpumpen, Verbindungsrohrleitungen und Wärmetauscher für die Beckenheizung, evtl. Vorfilter, automatische Desinfektionsanlage, evtl. Pumpen für Attraktionen und Überlaufsammelbehälter bei einer Technik mit Überlaufrinne. Beim Hallenbad sind zusätzlich Anlagen zur Luftkonditionierung notwendig.

Folgende Punkte sollten unbedingt beachtet werden:

Raumgröße

Der Raumbedarf richtet sich in erster Linie nach der Größe und Höhe der Filterbehälter und der Klimatechnik. Für die Raumgröße ist die Filterhöhe ein wichtiges Kriterium, da die Austausch-Neubefüllung des Filtermaterials immer von oben erfolgt. Der Platzbedarf einer privaten Wasseraufbereitungsanlage beträgt ca. 3 m2, bei einer Raumhöhe von mind. 1,8 m. Schwimmbadanlagen mit Überlaufrinne benötigen wegen dem notwendigen Überlaufsammelbehälter einen Platzbedarf von mind. 10 m2. Über dem Filterbehälter sollte immer ein lichtes Maß von 60 cm eingehalten werden.     

Zugänglichkeit

Für die Montage, evtl. Reparatur und vor allem für Bedienung und Wartung müssen die Montageöffnungen und Zugänge ausreichend groß bemessen sein. Der Zugang muss so beschaffen sein, dass die im Technikraum benötigten Wasserpflegemittel gefahrlos eingebracht werden können.

Niveau des Technikbodens

Die Filterpumpe sollte möglichst tiefer (max. 3 m) als der Wasserspiegel des Pools liegen. Falls es notwendig ist, kann die Pumpe unter besonderen Voraussetzungen, höher angeordnet werden. Dies sollte aber möglichst vermieden werden.

Bei Überlaufsystemen muss der Rinnenablauf mit freiem Gefälle zum Wasserspeicher (Überlaufsammelbehälter) angeordnet werden.

Bei Aufstellung der Aufbereitungsanlage über dem Wasserspiegel ist darauf zu achten, dass sowohl während des Betriebes, als auch bei Stillstand kein Unterdruck innerhalb der Anlage auftritt. Sind automatische Dosiereinrichtungen eingebaut, können durch Unterdruck die Wasserpflegemittel-Chemikalien angesaugt werden, und gelangen so ungewollt in den Badebeckenwasserkreislauf.Der Boden sollte leicht sauber zu halten sein.

Be- und Entlüftung

Zur Vermeidung von Kondensat und Korrosion sollte der Filterraum natürlich oder künstlich belüftet sein.

Ausstattung

Der Technikraum muss folgendermaßen ausgestattet sein:

• Netz-Wasseranschluss.

• Es ist ein Bodenablauf NW 100 vorzusehen. Sollte es einmal zu einer Undichtigkeit kommen, kann dadurch ein Wasserschaden weitestgehend verhindert werden.

• Kanalanschluss mind. NW 70 für Rückspül- und Entleerungswasser. Es muss gewährleistet sein, dass der Kanalanschluss zumindest eine Schmutzwassermenge von 15 m3/h ohne Rückstau auf nimmt. Da die Rückspülleitung des Filters immer drucklos installiert werden muss, muss der bauseitige Kanalanschluss tiefer als das Rückspülventil liegen oder aber eine Schmutzwasserhebeanlage installiert werden.

• Stromversorgung nach VDE 0100. Geräte am Aufstellort einzeln schaltbar, ausreichende Beleuchtung, Steckdose für Wartungsdienst (separat abgesichert), zusätzliche, abgesicherte, separate Steckdose (wenn Tauchpumpe vorhanden).

Aus Sicherheitsgründen ist in den Netzanschluss ein FI-Schutzschalter, Nennfehlerstrom: 30 mA einzubauen und alle Metallteile in den Potenzialausgleich einzubeziehen.

• Ausreichende Be- und Entlüftung des Raumes. Frostgefahr beachten.

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1.6        Beckengröße und Wassertiefe

Beckengröße und Beckenform beeinflussen die Investitions-, aber auch die Betriebskosten eines Schwimmbades. Daher sollten bereits zu Beginn die Wünsche des Bauherrn mit dessen Finanzrahmen in Einklang gebracht werden. Nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die Betriebs- und Unterhaltskosten sind in die Planung mit einzubeziehen. So stellen sich die zu Beginn hoch erscheinenden Kosten für eine Schwimmbadabdeckung unter Berücksichtigung der Betriebskosten als sinnvolle Investition heraus, welche sich bereits nach wenigen Jahren amortisiert (siehe Kapitel „Schwimmbadabdeckung“). Ähnlich verhält es sich bei den Mehrkosten für eine hochwertige Mehrschichtenfilteranlage, Wärmepumpe oder Solaranlage gegenüber einem Wärmetauscher.   

Nachfolgende Werte für Beckenbreite, Beckenlänge und Wassertiefe dienen bei der Bestimmung der Beckengröße als Anhaltspunkt.

Beckenbreite: Beim Schwimmen benötigt eine Person eine Beckenbreite von 2,75 m. Zwei Erwachsene können bei einer Beckenbreite von 3,50 – 4,0 m bequem nebeneinander herschwimmen.   

Beckenlänge: Für den ersten Schwimmstoss benötigt ein Erwachsener 3,50 m und für alle weiteren
1 – 2 m je nach Intensität. Eine Beckenlänge von 8 m ist für 4 Schwimmstösse ausreichend.

Wassertiefe: Eine Wassertiefe von 1,35 m hat sich in der Praxis als ausreichend zum Schwimmen und als die optimale Tiefe zwischen Kosten und Nutzen heraus gestellt. Größere Wassertiefen erhöhen die Bau- und Unterhaltungskosten ohne Zusatznutzen. Geringere Wassertiefen eignen sich zum Planschen oder für Wassergymnastik, nicht jedoch zum Schwimmen.  

Beckenform: Die Wahl der Beckenform ist in erster Linie eine architektonische Entscheidung des Bauherren. 

Die am häufigsten verwendete Rechteckform hat wirtschaftliche Vorteile. Sie bietet den höchsten Nutzwert und zeichnet sich, im Vergleich zu freien Formen, durch geringere Investitions- und Betriebskosten aus.

Bei der Planung des Beckenzugangs/-einstiegs ist eine Einstiegsleiter die deutlich preiswertere Variante gegenüber einer Treppenanlage. In Anbetracht dessen, dass die Entscheidung für eine Schwimmbadanlage aber auch eine Investition in die Zukunft ist, ist der bequeme Einstieg über eine Treppenanlage angenehmer und komfortabler.

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2.        Beckenarten

Bei den Eigenschaften, welches ein gutes Schwimmbecken erfüllen sollte, muss zwischen architektonischen Forderungen und technischen Eigenschaften unterschieden werden.

Da sich über Geschmack nicht streiten lässt, sind die architektonischen Voraussetzungen subjektiv. Grundsätzlich gilt, dass bei den hier präsentierten Beckenarten Beckenform und -typ teilweise mit kleinen Einschränkungen frei wählbar ist. 

Ein Schwimmbecken muss sich durch folgende Eigenschaften auszeichnen:

• Dichtigkeit

• Beständigkeit gegen Wasserpflegemittel

• Formstabilität und Wertbeständigkeit

• es muss leicht zu reinigen sein

• Treppen müssen rutschsicher sein

• eine schöne und gleichzeitig auch funktionelle Form

 

Freibäder müssen darüber hinaus weitere Bedingungen erfüllen:

• Witterungsbeständigkeit z. B. Temperaturschwankungen und Frost

• Beständigkeit gegen UV Licht

 

Die Wahl des zum Bauvorhaben passenden Beckentyps richtet sich nach:

• örtlichen Gegebenheiten

• Beckenform und Größe

• private oder öffentliche Nutzung

• gewünschte Optik

• Statik

• Budget

Bei der Auswahl des für Ihr Bauvorhaben passenden Beckens stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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2.1         Polystone®-Pool 

Polystone®Pools  werden aus homogenen Kunststoff gefertigt und können als Einstück- oder Elementbecken geliefert werden. Auf Wunsch auch freitragend, was besonders für Hallenbäder von Vorteil ist. Mit einem [spafabrik]-Polystone®Pool können fast alle Wünsche und Anforderungen realisiert und erfüllt werden. Die Vielfalt der Möglichkeiten wird jedem Anspruch gerecht.   

Vorteile auf einen Blick:

Polystone®-Pools bieten: 

• Individual-, Frei- oder Standardformen

• Formstabilität und Maßgenauigkeit durch stabile Poolkonstruktion

• Isolation von Boden und Wände

• freitragende Konstruktion bei geringem Gewicht

• kurze Montagezeit

• sehr lange Lebensdauer

Anwendungsbereich:

Polystone®Pools werden in Freiform- oder Standardgrößen, in Einstück- oder Elementbauweise hergestellt und vorzugsweise eingebaut als:

• Innen- oder Außenbecken im hochwertigen Privatbereich mit Skimmer oder Überlaufrinne

 • bei öffentlichen Anlagen wie Hotels

 

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2.2        Edelstahlbecken

Edelstahl besticht durch seine außergewöhnliche und moderne Optik. Die zeitlose Eleganz dieses Materials veranlasste schon in den 20er Jahren den amerikanische Autoindustriellen Walter Chrysler dazu, den Turm des nach ihm benannten Gebäudes in New York aus rostfreiem Stahl bedecken zu lassen. Bis heute hat er nichts von seiner Faszination eingebüßt.

SPAfabrik Edelstahlpools sind maßgeschneidert

Edelstahl ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für jeden Geschmack. Sowohl Form als auch Zusatzausstattungen sind individuell gestaltbar: Einstiegstreppen, Sitzbereich, Gegenstromanlagen, Unterwasserbeleuchtung, Schwallduschen, uvm.

Zudem ist ein Edelstahl-Pool jederzeit veränder-,vergrößer- bzw. verkleinerbar.   

SPAfabrik Edelstahlpools sind unverwüstlich

Edelstahl ist ein edler Baustoff. Der hochlegierte Stahl ist beständig gegenüber Frost, Hitze, UV-Strahlen und chemisch angreifenden Stoffen. Innovative Fertigungstechnik sowie hervorragende Verarbeitung der SPAfabrik Edelstahlpools verhindern Rissbildung und Oberflächenversprödung und sorgen für eine lange Lebensdauer. Die Vermeidung von Schraubverbindungen im Wasserbereich sorgt für dauerhafte Dichtigkeit. So haben Sie sehr lange Freude an Ihrem Pool.

SPAfabrik Edelstahlpools sind wertbeständig

Edelstahlpools verursachen kaum Folgekosten, da Veralgung bzw. Pilzbildung bei normgerechter Wasseraufbereitung nahezu ausgeschlossen werden können. Durch die hohe Wertbeständigkeit des Materials rechnet sich zudem die Investition in einen Edelstahlpool im Unterschied zu anderen Pools schon nach wenigen Jahren.

SPAfabrik Edelstahlpools sind zeitsparend

Edelstahlpools zeichnen sich durch eine kurze Bau- und Montagezeit aus. Der Pool wird im Werk vorgefertigt und ist in etwa einer Woche vor Ort montiert. Die glatte Materialoberfläche verhindert Algenbildung. Die abgerundete Ecke zwischen Boden und Seitenwand ermöglicht eine saubere und einfache Reinigung durch den Poolroboter. Auch die Überwinterung ist ohne besondere Maßnahmen möglich.

Vorteile auf einen Blick: 

• Exklusivität in Form und Gestaltung, alle geometrisch konstruierbaren Formen sind möglich

• jederzeit veränder-, vergrößer- bzw. verkleinerbar

• sehr hohe Temperaturbeständigkeit

• Formstabilität und Maßgenauigkeit

• hochresistente Oberfläche

• freitragende Konstruktionen sind möglich

• Bauweise nach DIN 19643 ist möglich

• kurze Montagezeit

• sehr lange Lebensdauer und damit eine hohe Wertbeständigkeit

Anwendungsbereiche:

Edelstahl-Schwimmbecken werden vorzugsweise eingebaut als:

• Innen- oder Außenbecken im hochwertigen Privatbereich mit Skimmer oder Überlaufrinne

• bei öffentlichen Anlagen wie Hotels, speziell als Therapie-, Thermal-, Solebäder u. ä.

• Tauch-, und Entmüdungs-Becken

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2.3        Polyesterbecken (GFK)

Polyesterbecken werden aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) hergestellt. GFK ist ein hochwertiges Hightech-Material und ist wegen seiner hohen Festigkeit in Kombination mit einem geringen Gewicht im Schiffsbau sehr beliebt. Sie können als Einstückbecken in Standardgrößen oder als Elementbecken in fast allen Größen und Formen geliefert werden. Elementbecken werden vor Ort montiert und abgedichtet.

Für Herstellung von Becken, Treppen, Rollladenkästen etc. sind Werkzeuge (Negativform) erforderlich, auf denen das Laminat aufgebracht wird. Die Formenvielfalt ist daher begrenzt.

Eigenschaften auf einen Blick:

• Einstückbecken in Standardgrößen oder Segmentbecken in Freiform

• geringes Gewicht

• kurze Montagezeit

• Temperaturbeständigkeit bis max. 30 °C

• Isolation abhängig von Modell und Hersteller

• freitragende Konstruktionen sind möglich

 

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3.        Wasserführung

Die Aufgabe der Schwimmbadwasseraufbereitung ist es, den Schmutzeintrag so wirkungsvoll zu beseitigen, dass eine gleich bleibende Beschaffenheit des Beckenwassers in Bezug auf Hygiene und Ästhetik zu jeder Zeit gewährleistet ist. Um das zu erreichen, ist neben der chemischen Wasseraufbereitung, eine gute Filtration und eine optimale Beckenhydraulik notwendig.

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3.1        Schwimmbeckendurchströmung

Eine fachgerechte und einwandfreie Funktion des Wasserkreislaufes eines Schwimmbeckens verlangt eine gleichmäßige Wasserführung. Dabei muss das Schwimmbecken ohne Todzonen optimal durchmischt werden. Von der Beckendurchströmung nicht erfasste Bereiche bedeuten Schmutzzonen, die ideale Lebensbedingungen für Algen und Keime bieten und die sich nur durch einen wesentlich erhöhten Chemikalieneinsatz im Becken selbst oder durch einen erhöhten Frischwasserzusatz wieder zurückführen lassen. Die Sinkstoffe (z. B. Sand) und Schwebstoffe (z. B. Blätter) sollen auf kurzem Wege dem Filter zugeführt werden. Abgebadetes Wasser wird über einen oder mehrere Skimmer oder eine Überlaufrinne dem Becken entnommen. Die Zuführung des Reinwassers vom Filter zum Schwimmbecken erfolgt über die Wand- oder Bodeneinläufe (siehe Kapitel 3.4.3 „Beckeneinläufe“).

Die Anordnung der Zu- und Abläufe führt zu einem Strömungsbild innerhalb des Beckens. Dieses Strömungsbild wird als Beckenhydraulik bezeichnet.

Folgende Faktoren haben Einfluss auf die Beckenhydraulik:

• Prinzip der Durchströmung

• Art, Anzahl, Abmessung und Anordnung der Beckeneinläufe

• Art, Anzahl, Abmessung und Anordnung der Beckenwasserentnahme

Die Transport- und Vermischungsformen führen zu unterschiedlichen Strömungsformen. Diese werden wie folgt bezeichnet:

• Längsdurchströmung (einfache Skimmerbecken)

• Vertikaldurchströmung (i. d. R. Überlaufrinnenbecken, hochwertige Skimmerbecken)

• Horizontaldurchströmung (Überlaufrinnenbecken)

Der wichtigste Faktor für eine gute Beckenhydraulik ist die gleichmäßige Einströmung des Reinwassers und die richtige Strömungsgeschwindigkeit (siehe Kapitel 3.5). Daher sollte die Planung und Auslegung der Beckenhydraulik von einem sopra-Fachhändler vorgenommen werden.

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3.1.1        Durchmischungsprinzip

Das von der Filteranlage kommende Reinwasser wird so in das Becken eingebracht, dass es sich mit dem Beckenwasser gleichmäßig durchmischt. Das Wasser, welches aus dem Becken entnommen wird, soll eine Mischung aus viel ungereinigtem Wasser und wenig gereinigtem Wasser sein. Ob die Durchmischung tatsächlich so stattfindet, ist wesentlich von der Auslegung und Ausführung der Beckenhydraulik abhängig. Entscheidende Faktoren sind:

• die gleichmäßige Beaufschlagung der Einströmdüsen mit Druck

• die Form des Beckens sowie Anzahl, Anordnung und Wurfweite der Düsen

• die Nutzung des Beckens.

In ungenutzten Becken können sich deutliche Wasserwalzen bilden, welche „in sich kreisen“ (Sekundärwalzen). Diese Walzen können auf dem Boden oder zwischen zwei Einströmungen kreisen. Die Energie zur Aufrechterhaltung der Rotation wird über das einströmende Reinwasser eingebracht, deshalb ist die richtige Anordnung der Zuläufe und Entnahmen von wesentlicher Bedeutung für ein korrektes Strömungsbild.

 Der Zulauf des Reinwassers erfolgt durch

• Einströmstutzen (hier kann kein Strömungsbild entstehen) oder

• Düsen (Wasserstrahlinjektion ins Wasser, gerichteter Wasserstrahl ins Wasser).

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3.2        Pool mit Skimmer (Oberflächenabsauger)

Die Mehrzahl von privaten Pools wird als Skimmerpool ausgeführt. In öffentlichen Anlagen ist dieses System nicht zugelassen. Das Oberflächenwasser wird über den Skimmer abgesaugt und durch die Filterpumpe, den Filterbehälter und gereinigt durch die Einlaufdüsen zurück in den Pool geführt. Neben dem Skimmer sollte zusätzlich über den Bodenablauf abgesaugt werden.

Vorteile:

• kostengünstig

• geringer technischer Aufwand

Nachteile:

• das Oberflächenwasser wird nur auf einer Breite von ca. 250 – 400 mm abgesaugt

• ungleichmäßige Beckenumwälzung, dadurch vermehrte Bildung von Todzonen und Wasserwalzen.

• Wasserspiegel tiefer als Beckenumgang, dadurch unhygienische Ablagerungen (Schmutzrand)

• Wellen werden an der Beckenwand stark reflektiert

• zusätzlicher Arbeitsaufwand für die Reinigung des Schmutzrandes

• Schwimmer blickt gegen eine Wand

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3.3        Schwimmbecken mit Überlaufrinne

Anders als bei Skimmerbecken läuft bei dieser Beckenkonstruktion das Poolwasser über eine Überlaufkante in eine Auffangrinne ab. Private Becken können mit 1 bis 4-seitiger Überlaufrinne versehen werden, wenn es räumlich notwendig oder aus architektonischer Sicht sinnvoll ist. Durch die Überlaufrinne entwickelt sich nur eine geringe bzw. fast keine Wellenreflexion. Der Wasserspiegel befindet sich auf Höhe der Überlaufkante, wodurch der Blick des Badenden in das umliegende Gelände gewährleistet wird. Das Wasser muss möglichst gleichmäßig überlaufen. Dies macht eine exakte Nivellierung der Überlaufkante von ± 2 mm auf der gesamten Länge der Rinne erforderlich.

Die DIN 19643 fordert unter Punkt 10.2 eine max. Abweichung von ± 2 mm der Überlaufkante von der Waagerechten. Diese Toleranz ist geringer, als es in den technischen Regeln der Fliesenleger üblich ist. Hierauf sollte der Fliesenleger bei der Ausführung Explizit hingewiesen werden. Von der Rinne aus wird das Wasser drucklos in einen Wasserspeicher geleitet. Von dort wird es durch die Filterpumpe angesaugt, gefiltert und über die Einlaufdüsen zurück ins Becken befördert.

 Vorteile:

• gute Beckenhydraulik

• Vermeidung von Todzonen und Wasserwalzen

• hoch liegender Wasserspiegel

• kein Schmutzrand

• Schwimmer blickt über den Beckenumgang hinaus

• geringe Wellenreflexion

Nachteile:

• technisch aufwendiger

• höhere Kosten

• größerer Platzbedarf für Technik

 

 

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